die Filmwerkstatt

Seit 2004 bietet die Vechelder Filmwerkstatt und Jugendpflege eine Film-Ag in der Realschule und Hauptschule an. Seit 2014 ist die Filmwerstatt ebenfalls in der Grundschule aktiv.

In diesem Zeitraum entstanden mehrere abendfüllende Spielfilme, zahlreiche Dokumentationen und Videoclips an denen sich über 100 Schüler beteiligten.

 

 

Lust an der sozialen Gruppenarbeit in Verbindung mit der Kinder- und Jugendfilmarbeit ist die einzige Voraussetzung, die Teilnehmer mitbringen. Die Emanzipation vom Konsumenten zum Produzenten hat bei vielen Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen etwas von einem Traum an sich, und diese Träume sind heute wichtiger als je zuvor. Medienpädagogische Arbeit ist auch Glanz, Glamour, Schönheit, Kunst, Musik, Action, Lachen, Staunen, Faszination, Spannung... insgesamt ein Erlebnis unserer Zeit.

Kinder und Jugendlichen erleben in der Filmwerkstatt, wie die täuschende Echtheit und Perfektion der Medienwirklichkeit gemacht wird, wie durch Tricks und Nachbearbeitung die Filme aus der Traumfabrik entstehen. Vor allem aber haben die Kids beim Spielen vor der Kamera, eingeladen.beim Ausdenken ihres Films Spaß haben und so spielerisch mit den Medien vertraut werden.

Aber zuerst einmal ist Filmarbeit ein großes Stück Jugendarbeit in Vechelde und kommt den Vorstellungen von Teamwork entgegen. Jemand muss die Kamera bedienen, jemand den Ton aufnehmen, andere müssen sich alle Beteiligten der Idee, der Inszenierung und dem Schnitt zusammenraufen. Ohne Diskussion läuft nichts. Jeder muss seinen Standpunkt mit Argumenten verteidigen. In den jährlichen Filmprojekten mit den Vechelder Schulen, in den Dokumentationen und Reportagen, in den vielen Spielfilmen übernimmt das Medium Video die Aufgabe Gruppenprozesse einzuleiten, Interaktionen einzuüben oder ein Thema zu bearbeiten. Die Technik hat die Aufgabe, die Kinder- und Jugendlichen näher zu bringen, anstatt zu entfremden. Und so werden in verschiedenen Gruppen mit viel Kreativität und Fantasie  eigene Filme gestaltet, denn diese Gruppenarbeit spricht über Aktion und Bilder tiefe Erlebnis- und Gefühlswelten an und ist ein Anstoß für weitere spielerische und geistige Lernprozesse.

In den Eigenproduktionen ist für jeden etwas dabei; da kann man sich, und das ist das Schönste daran, zwei Stunden von der Realität loslösen, in andere Geschichten einsteigen oder sich gemeinsam kritisch über gesellschaftliche Themen auseinandersetzen. Dagegen ist Fernsehen ein einsames Vergnügen, es fehlt das wichtige gemeinsame Erlebnis.